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Nördliche Rhone

Das nördliche Rhône-Anbaugebiet reicht von Vienne fast gerade die Karte hinunter bis nach Valence. Auf der rechten Uferseite erhebt sich das Massif Central, links das Alpenvorland (von der Quelle gesehen). Der Wein wächst auf Terrassen an steilen Granithängen. Bereits die Römer hatten hier Trockenmauern gezogen. Der Syrah ist die bevorzugte Traube. Er kommt gut mit den Temperaturschwankungen zurecht und mag die mineralreichen Böden. Wir beginnen im Norden: Der obere Teil der Côte Rotie nennt sich wegen der Bodenfarbe Côte Brune. Hier wächst ein wuchtiger Syrah mit animalischer Strenge. Offiziell dürfen ihm zum Abmildern 20% Viognier-Trauben zugefügt werden – sie wachsen an der angrenzenden Côte Blonde. Viele Winzer verzichten jedoch heute darauf. Gleich 8 Crus entstehen hier. Condrieu und Château Grillet sind zwei hervorragende Weißwein-Gebiete mit nur fünf bzw. einem Erzeuger. Auf den kalkhaltigen Felsen mit Schiefer und Glimmer wächst der Viognier. Der Wind, der den Hang entlangfährt, verhütet Fäulnis bei der anfälligen Sorte. Die dichten Weine duften nach Honig, Pfirsich und Aprikose. In Saint-Joseph wachsen Syrah sowie Marsanne und Roussanne. Der braune Boden auf den Terrassen ist steinig und tiefgründig. Bäche fließen zum Fluss und bilden zusätzliche gute Weinberghänge. Die Plateaus darüber haben nur dünne Böden und die Feuchtigkeit fließt schnell ab – trotzdem wachsen auch hier Reben. Hat man St. Joseph etwa zur Hälfte durchquert, sieht man, dass hier auf beiden Seiten der Rhône Wein angebaut wird. Am linken Ufer, auf der Höhe von Tournon liegt der berühmte Hügel von Hermitage, eingefasst von der Region Crozes-Hermitage. Auf dem Granitboden des Hermitage, wächst nach Süden hin der streng-schokoladige Syrah, der erst nach etwa 10 Jahren getrunken werden kann. Der Wein ist weltberühmt – und entsprechend teuer. Der Hermitage Blanc ist ein seltener Weißwein aus Marsanne und Roussanne. Crozes-Hermitage ist mit 1200 ha Rebfläche eine sehr große Region. Die Weine wachsen auf flacher liegendem Schotter und Löß. Angebaut werden wieder Syrah, Marsanne und Roussanne, die Weine sind wesentlich leichter. Durch unterschiedliche Bodenqualitäten gibt es hier sowohl unter- als auch überdurchschnittliche Gewächse. Wieder am rechten Ufer folgt am Ende von St. Joseph die Rotweinappellation Cornas. Auf dem Granit liegen hier Kalkstein, Mergel und Sand. Nur Syrah wächst auf den mäßig steilen Hängen. Die Weine werden zum Teil mit denen der Côte Rotie und sogar mit Hermitage-Weinen verglichen. Den Abschluss des nördlichen Rhône-Gebietes bildet Saint-Péray. Früher entstanden hier nur einfache Schaumweine, doch die Böden aus Granit, Terrassenschotter und Jurakalk bieten mehr Möglichkeiten. Seit einigen Jahren werden hier auch gute Weißweine produziert.



 



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