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Chateau Lynch Bages 1975

75 cl

90,9 Punkte im ∅ bei cellartracker.com (Stand Januar 2018, 80 user reviews)

17-18/20 René Gabriel

"01: Es zeigt sich einmal mehr, dass sehr viele Leute mit traditionellen, reifen Médoc-Weinen nicht umgehen können. Dabei ist gerade diese Lynch-Bages einer der wenigen nicht enttäuschenden 75er. Mittlere Farbe mit bräunlichen Reflexen. Offenes, stark terroirbetontes Bouquet; zeigt aber Rasse, Ledernoten und sogar eine feine Jod-, Torfnote. Im Gaumen kräftiges Tannin-Säure-Gerüst, sattes Extrakt, noch immer viel Gerbstoffe, kraftvolles, fleischiges Finale. Ein artisanaler Kraftprotz, der wohl noch lange halten wird, auf stagnierendem Niveau. 08: Diese Magnum überraschte alle Teilnehmer an der grossen Lynch-Bages-Probe in Warendorf. Wilder Rosmarin, pfeffrige Noten und rote Beeren im ledrigen, kräutrigen Bouquet. Im Gaumen erstaunlich dicht und fleischig fleischig, muskulös, Kapsin, schwarze Beeren, Jodnoten und Torf im Finale das letzendlich mit einem Touch schwarzen Beeren endet. 18/20."
(René Gabriel, bxtotal.com)

Château Lynch-Bages (Pauillac)

"Die Ära der Cazes beginnt 1933. Der damalige Besitzer General de Vial übergibt dem Metzger Jean-Charles Cazes das heute 90 ha grosse Weingut Lynch-Bages in Pacht. Die erste Ernte kauft das Weinhandelshaus Cruse für einen lächerlichen Preis. Einen anderen Käufer konnte man nicht finden. Durch die gute Qualität ein Jahr später (1934) kommt erstmals etwas Geld in die Châteaukasse. 1938 kauft Jean-Charles das Weingut. Während dem Krieg wird Sohn André, der auf dem Weingut kräftig mitgeholfen hatte, in Deutschland inhaftiert. Auf Lynch Bages fehlen Arbeiter, die Reben verkommen, Krankheiten machen sich in den Weinbergen breit. Die Qualitäten schwanken extrem. Nach dem Krieg kehrt Sohn André zurück, aber das Einkommen reicht nicht aus, um zwei Familien zu ernähren. Er belebt die 1927 vom Vater ins Leben gerufene Versicherungsgesellschaft wieder und gründet, zusammen mit ein paar Weingutsbesitzer, 1950 die Commanderie du Bontemps mit dem Ziel, Bordeauxweine in aller Welt bekannt zu machen. Während dieser Zeit gehen die Geschäfte auf Lynch-Bages mehr schlecht als recht. Aus Geldmangel verkauft Jean-Charles Cazes die kommende Ernte bereits bei der Blüte im Frühling, also vier, fünf Monate vor der Lese der Trauben. Solche Verkäufe wurden vielerorts praktiziert und wurden als "vente sur souches" bezeichnet. Jean-Charles ermüdete mit zunehmendem Alter und Sohn André musste sich mehr und mehr – nebst seiner Versicherungsagentur in Pauillac – um Lynch-Bages kümmern. Das Weingut befand sich in einem desolaten Zustand. Eines Tages fiel sogar der Dachstock des Stalles auf die Ochsen, die im Weinberg sonst ihre Arbeit verrichteten. Schlechte Ernten zwangen den Besitzer die Jahrgänge 1963, 1965 und 1968 als billige Fassware zu deklassieren. Um das Familienbudget aufzubessern, wurde André ein paar Jahre später Bürgermeister von Pauillac. Sein Sohn Jean-Michel, der in Paris als Ingenieur arbeitete, wurde aufs Weingut zurückbeordert, um 1973 die Regie zu übernehmen. Eine neue Weltwirtschaftskrise rüttelte am finanziellen Fundament des Weingutes. In kleinen Etappen wurden die längst nötigen Installationen und Renovationen getätigt. 1976 stösst Daniel Illose zum mehr und mehr erfolgreichen Team und übernimmt bereits 1978 die technische Leitung. Damit prägt er den stetigen Aufstieg von Lynch-Bages und später auch der AXA-Weingüter. Die Cuviers werden zwischen 1983 und 1986 erneuert, die Gebäude isoliert und dann von 1985 bis 1987 renoviert. 1989 entsteht eine Empfangshalle und ein neuer Barriquenkeller. 1990 erscheint der erste weisse Lynch-Bages auf dem Markt. 1995 wird ein Konzentrator (Verdampfen unter Vakuum) angeschafft, um die Chaptalisation (Aufzuckerung) zu reduzieren. 1998 hat man die 1974 installierten achtzehn Metalltanks durch Stahltanks ersetzt. Am 19. Mai 1998 fand eine denkwürdige Vertikaldegustation auf Lynch-Bages statt. Ich schenkte Jean-Michel Cazes, dem Besitzer von Lynch-Bages von jedem Jahrgang, den ich in meinem Keller hatte eine Flasche und reiste mit einem Dutzend Freunden ins Bordelais. An einem Tag genossen, verkosteten und inhalierten wir mehr als 60 verschiedene Lynch-Bages-Jahrgänge. Unvergesslich! Und wie sieht die Zukunft von Lynch-Bages aus? Rosig – denn der Wein, der vor mehr als 150 Jahren als Cinquième eingestuft wurde, lässt sich heute fast zum Preis eines Deuxième verkaufen...und die Qualität hält locker mit!
(René Gabriel - einflussreichster, deutschsprachiger Weinkritiker)

http://www.lynchbages.com/




Abb. kann abweichen.
Genussdaten
Typ: Rotwein trocken
Weingut: Chateau Lynch Bages
Klassifikation: Cinquième Cru seit 1855
Jahrgang: 1975
Land: Frankreich
Anbauregion: Pauillac
Rebsorte: 73% Cabernet Sauvignon, 15% Merlot, 10% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot
Ausbau: 15 Monate in zu 60% neuen französischen Barriques, Schöung, selten Filtration
Ertrag: 45-50 hl/ha
Rebfläche: 90 ha
Durchschnittliches Rebenalter: 35 Jahre
Durchschnittliche Jahresproduktion: 35.000 Kisten
Boden: Flache Schicht von grobem Kies über einem mit Kalkstein vermischten Feinkies-Unterboden
Alkoholgehalt: 12,5 %
Trinktemperatur: 16-18 °C
Verschluss: hochwertiger Naturkork
Flaschengröße: 75 cl
Bewertung robertparker.com: 86 /100
Bewertung WeinWisser, René Gabriel: 17-18 /20
Bewertung cellartracker im Ø: 90,9 /100
Bewertung Jahrgang: ***/*****
Grand Vin: Chateau Lynch Bages
Zweitwein: Echo de Lynch Bages
Weißwein: Blanc de Lynch Bages
Hersteller/Erzeuger: Chateau Lynch Bages, Craste des Jardins, 33250 Pauillac, Frankreich

Allergenhinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten.

Stückpreis (brutto):€ 89.00

Kein MwSt.-Ausweis. Nach §25a UStG Differenzbesteuert.
Brutto-Literpreis: € 118.67



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