Chateau Lynch Bages 1989 - Etikett leicht beschädigt

75 cl - Bouteille, Normalflasche


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Label slightly damaged.

99+/100 PP

"The 1989 has taken forever to shed its formidable tannins, but what a great vintage of Lynch Bages! I would rank it at the top of the pyramid although the 1990, 2000, and down the road, some of the more recent vintages such as 2005, 2009 and 2010 should come close to matching the 1989\'s extraordinary concentration and undeniable aging potential. Its dense purple color reveals a slight lightening at the edge and the stunning bouquet offers classic notes of creme de cassis, subtle smoke, oak and graphite. Powerful and rich with some tannins still to shed at age 22, it is still a young adolescent in terms of its evolution and will benefit from another 4-5 years of cellaring. It should prove to be a 50 year wine."
(Robert M. Parker, Jr.)

19/20 René Gabriel

"14: Immer noch sehr dunkles Weinrot, nur ganz feine Reifetöne vom Innern her kommend. Ein gewaltiges, dunkel malziges Bouquet; fast schon etwas an Guiness-Bier erinnernd, Pflaumen und Dörrfrüchte, Teer, hat eine gewisse Rhône-Affinität, viel Power und somit zu Kopf steigend. Im Gaumen eine geniale Cabernet-Pauillac-Droge. Hier zeigt dieser sensationelle Lynch fast eine Überaromatik, welche im Drogenbereich anzusiedeln ist, im Finale zarte Bitter-mandeltöne, was auch oft bei ganz grossen Weinen dieses Weingutes zu finden ist. Das ist kein Cinquième, das ist ein Pauillac, der die Premiers das Fürchten lernt."
(René Gabriel, bxtotal.com)

97+-99/100 WT

"2013 aus der Magnum ein großartiges Cassis-Konzentrat, rauchig, mineralisch, mit süßem Schmelz, aber auch noch mit mächtigen, reifen Tanninen, intensiv und lang am Gaumen. Ja, dieser Riesenwein mit seinem Mörderpotential ist möglicherweise auf dem Wege zur Perfektion - WT97+. Zeigte sich 2014 so unglaublich jung, so konzentriert mit superdichter Farbe und süßer Frucht, aber bei aller Kraft am Gaumen zwar sehr nachhaltig, aber auch gleichzeitig so elegant, seidig und spielerisch, dabei immer noch mit perfektem Tanningerüst, das ist ganz großes Kino mit gewaltiger Zukunft - WT97+. Auch 2017 aus perfekter Lagerung genauso, und dann 2 Wochen später eine Flasche in der der Lynch deutlich weiter und offener auf WT99 Niveau war."
(Achim Becker, wineterminator.com)

Château Lynch-Bages (Pauillac)

"Die Ära der Cazes beginnt 1933. Der damalige Besitzer General de Vial übergibt dem Metzger Jean-Charles Cazes das heute 90 ha grosse Weingut Lynch-Bages in Pacht. Die erste Ernte kauft das Weinhandelshaus Cruse für einen lächerlichen Preis. Einen anderen Käufer konnte man nicht finden. Durch die gute Qualität ein Jahr später (1934) kommt erstmals etwas Geld in die Châteaukasse. 1938 kauft Jean-Charles das Weingut. Während dem Krieg wird Sohn André, der auf dem Weingut kräftig mitgeholfen hatte, in Deutschland inhaftiert. Auf Lynch Bages fehlen Arbeiter, die Reben verkommen, Krankheiten machen sich in den Weinbergen breit. Die Qualitäten schwanken extrem. Nach dem Krieg kehrt Sohn André zurück, aber das Einkommen reicht nicht aus, um zwei Familien zu ernähren. Er belebt die 1927 vom Vater ins Leben gerufene Versicherungsgesellschaft wieder und gründet, zusammen mit ein paar Weingutsbesitzer, 1950 die Commanderie du Bontemps mit dem Ziel, Bordeauxweine in aller Welt bekannt zu machen. Während dieser Zeit gehen die Geschäfte auf Lynch-Bages mehr schlecht als recht. Aus Geldmangel verkauft Jean-Charles Cazes die kommende Ernte bereits bei der Blüte im Frühling, also vier, fünf Monate vor der Lese der Trauben. Solche Verkäufe wurden vielerorts praktiziert und wurden als "vente sur souches" bezeichnet. Jean-Charles ermüdete mit zunehmendem Alter und Sohn André musste sich mehr und mehr - nebst seiner Versicherungsagentur in Pauillac - um Lynch-Bages kümmern. Das Weingut befand sich in einem desolaten Zustand. Eines Tages fiel sogar der Dachstock des Stalles auf die Ochsen, die im Weinberg sonst ihre Arbeit verrichteten. Schlechte Ernten zwangen den Besitzer die Jahrgänge 1963, 1965 und 1968 als billige Fassware zu deklassieren. Um das Familienbudget aufzubessern, wurde André ein paar Jahre später Bürgermeister von Pauillac. Sein Sohn Jean-Michel, der in Paris als Ingenieur arbeitete, wurde aufs Weingut zurückbeordert, um 1973 die Regie zu übernehmen. Eine neue Weltwirtschaftskrise rüttelte am finanziellen Fundament des Weingutes. In kleinen Etappen wurden die längst nötigen Installationen und Renovationen getätigt. 1976 stösst Daniel Illose zum mehr und mehr erfolgreichen Team und übernimmt bereits 1978 die technische Leitung. Damit prägt er den stetigen Aufstieg von Lynch-Bages und später auch der AXA-Weingüter. Die Cuviers werden zwischen 1983 und 1986 erneuert, die Gebäude isoliert und dann von 1985 bis 1987 renoviert. 1989 entsteht eine Empfangshalle und ein neuer Barriquenkeller. 1990 erscheint der erste weisse Lynch-Bages auf dem Markt. 1995 wird ein Konzentrator (Verdampfen unter Vakuum) angeschafft, um die Chaptalisation (Aufzuckerung) zu reduzieren. 1998 hat man die 1974 installierten achtzehn Metalltanks durch Stahltanks ersetzt. Am 19. Mai 1998 fand eine denkwürdige Vertikaldegustation auf Lynch-Bages statt. Ich schenkte Jean-Michel Cazes, dem Besitzer von Lynch-Bages von jedem Jahrgang, den ich in meinem Keller hatte eine Flasche und reiste mit einem Dutzend Freunden ins Bordelais. An einem Tag genossen, verkosteten und inhalierten wir mehr als 60 verschiedene Lynch-Bages-Jahrgänge. Unvergesslich! Und wie sieht die Zukunft von Lynch-Bages aus? Rosig - denn der Wein, der vor mehr als 150 Jahren als Cinquième eingestuft wurde, lässt sich heute fast zum Preis eines Deuxième verkaufen...und die Qualität hält locker mit!
(René Gabriel - einflussreichster, deutschsprachiger Weinkritiker)

http://www.lynchbages.com/

Anbauregion: Bordeaux Pauillac
Flaschengröße: 75 cl - Bouteille, Normalflasche
Jahrgang: 1989
Klassifikation: Cinquième Cru seit 1855
Typ: Rotwein trocken Rotwein
Land: Frankreich
Weingut: Chateau Lynch Bages
Rebsorte: 73% Cabernet Sauvignon, 15% Merlot, 10% Cabernet Franc und 2% Petit Verdot
Ausbau: 15 Monate in zu 60% neuen französischen Barriques, Schöung, selten Filtration
Ertrag: 45-50 hl/ha
Rebfläche: 90 ha
Durchschnittliches Rebenalter: 35 Jahre
Durchschnittliche Jahresproduktion: 35.000 Kisten
Boden: Flache Schicht von grobem Kies über einem mit Kalkstein vermischten Feinkies-Unterboden
Alkoholgehalt: 12,5 % vol
Trinkempfehlung ab: jetzt
Trinkempfehlung bis: 2065
Trinktemperatur: 16-18 °C
Verschluss: hochwertiger Naturkork
Bewertung robertparker.com: 99+/100
Bewertung WeinWisser, René Gabriel: 19/20
Bewertung Achim Becker: 97+-99/100
Bewertung Daniel Nussbaum: 99/100
Bewertung Jahrgang: ****-*****/*****
Grand Vin: Chateau Lynch Bages
Zweitwein: Echo de Lynch Bages
Weißwein: Blanc de Lynch Bages
Abgefüllt von: Chateau Lynch Bages, Craste des Jardins, 33250 Pauillac, Frankreich
Allergenhinweis: Enthält Sulfite. Kann Spuren von Eiweiß, Milch und Gelatine enthalten.